Fünf Pflege Sünden für Rastazöpfe (Braids) und synthetische Dreadlocks

1. Haarspray, Haarlack, Gel

Die eigenen Haare sind perfekt in Kunsthaar eingeflochten und benötigen keinerlei Pflegeprodukte, außer das wöchentliche Shampoo.
Es gibt Kunden die sich wundern, wieso die Ansätze verfilzen oder trocken erscheinen. Die Pflegeanleitung wurde gelesen und umgesetzt, so sagen die Kunden. Nach einem Gespräch findet man aber heraus, dass Haarspray in die Ansätze gesprüht wurde um die kleinen Härchen zu bändigen. Bitte, bitte nicht machen! Kein Spray, Lack, Gel, Wachs oder ähnliche, klebende Substanzen in die Rastazöpfe oder Dreads sprühen. Das führt dazu, dass die Ansätze verfilzen. Das wiederum bereitet Schmerzen bei der Entfernung der Strähnen. Das kann keiner wollen. Mit der Zeit sehen die eingeflochtenen Strähnen halt nicht mehr perfekt aus, das ist ganz normal! Wenn man das nachgewachsene Eigenhaar, oder abstehende Haare verbergen möchte, empfehlen sich Tücher, die man zum Ende der Tragezeit einsetzen kann.

2. An den Kunsthaarsträhnen herumschneiden

Oh, Oh, da steht was ab! Diese eine Strähne sieht aber wuschelig aus! Echt? Meistens ist das eine sehr subjektive Ansicht. Man beschäftigt sich mit seinen Rastazöpfen oder Dreadlocks mehr, als außenstehende es tun. Man meint jede einzelne Strähne beim Namen zu kennen 😀 Dementsprechend fallen einem kleinste Veränderungen auch negativ auf. Ein großer Fehler der gemacht werden kann ist, an den Strähnen herumzuschneiden. Die Rastazöpfe werden in der Regel mit kochendem Wasser versiegelt, wenn ihr nun eine Strähne kürzen wollt oÄ, öffnet ihr schlimmstenfalls die Strähne und sie wickelt sich auf. Synthetische Dreadlocks sind da nicht ganz so empfindlich, dies gilt aber nur für die gehäkelte Variante. Die gedrehte Variante ist ebenfalls mit Wasserdampf versiegelt und kann seine Form mit nur einem Schnitt verlieren. Wichtig ist es, genau mit eurer Flechterin oder eurem Flechter zu besprechen wie ihr eure Flechtfrisur tragen wollt.

3. Häufiges waschen

Es reicht absolut aus, die neue Frisur einmal wöchentlich zu waschen. Am Besten eigenen sich milde, klare Shampoos. Die Gefahr, dass Rückstände vom Shampoo in den Ansätzen zurückbleibt erhöht sich mit jedem Waschgang. Die Rückstände fördern Verfilzungen und Schuppen. Weniger ist mehr!

4. Reibung

Wir kennen es noch aus der Zeit wo wir noch keine Flechtfrisur hatten: Das Shampoo wird schön in die Kopfhaut einmassiert und eingerubbelt. Wenn wir fertig sind, werden die Haare über Kopf mit einem Handtuch trocken gerubbelt. Hier bitte nicht! Das Shampoo darf in die Längen der Strähnen einmassiert werden, aber bitte nicht auf der Kopfhaut, das fördert das Heraustreten der kleinen Härchen (siehe Punkt 1). Es reicht völlig aus, den Schaum sanft auf die Kopfhaut zu tupfen und gründlich auszupülen. Auch das Trockenrubbeln mit einem Handtuch eignet sich nicht. Besser ist es, die Rastas in ein großes Handtuch einzudrehen und das Handtuch das überschüssige Wasser aufsaugen zu lassen.

5. Chlorwasser, Salzwasser

Chlor- oder Salzwasser schädigt euer eigenes Haar! Auch wenn es eingeflochten ist, hat es Berührung mit besagtem Wasser. Wenn ihr mit Rastazöpfen oder eingeflochtenen Dreadlocks schwimmen geht, solltet ihr darauf achten, dass ihr eure Haare danach wascht und gründlich ausspült. Außerdem müssen die Haare ja nicht jedes Mal tauchen gehen, eine schöne Hochsteckfrisur macht auch was her!

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